Lion’s Mane (Hericium erinaceus): Igelstachelbart einfach erklärt
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Der Vitalpilz Lion’s Mane (Hericium erinaceus)
Lion’s Mane fällt schon durch sein Aussehen auf. Der Pilz mit den langen, weissen Stacheln heisst wissenschaftlich Hericium erinaceus und ist bei uns auch als Igelstachelbart oder Löwenmähne bekannt. In Ostasien gehört er seit Langem zur feinen Küche. Heute findet man ihn auch als Pulver oder Extrakt. Wer sich für Lion’s Mane interessiert, sollte deshalb nicht nur auf den Namen schauen, sondern auch darauf, woher der Pilz stammt und wie er verarbeitet wurde.
In Ostasien wird er traditionell in der Küche und Naturkunde verwendet. Er wächst auf Laubbäumen wie Buche und Eiche und ist in Europa, Nordamerika und Asien beheimatet. Er wird wegen seines hummerartigen Aromas kulinarisch immer beliebter und zunehmend auch in modernen Lebensmittelzubereitungen verwendet, z. B. als Pulver, Extrakt oder fermentierte Zutat. Seit neustem übrigens auch als pflanzliches «Steak» in der veganen Küche (mehr dazu weiter unten).
👑 Was ist Lion’s Mane (Hericium erinaceus)?
In Japan ist Lion’s Mane auch als „Yamabushitake“ bekannt, ein Name, der mit den Yamabushi, den asketischen Bergmönchen Japans, verbunden ist. Traditionell wird der Pilz dort nicht nur als Lebensmittel geschätzt, sondern auch mit geistiger Präsenz und Ausgeglichenheit in Verbindung gebracht. In den vergangenen Jahren ist das Interesse an Hericium erinaceus auch in Europa deutlich gewachsen, nicht zuletzt, weil seine besonderen Inhaltsstoffe zunehmend wissenschaftlich untersucht werden. Lion’s Mane ist unter mehreren Namen bekannt:
- Hericium erinaceus → Wissenschaftlicher Name
- Igelstachelbart → Gebräuchlicher deutscher Name, beschreibt das stachelige Erscheinungsbild
- Yamabushitake → Japanischer Name: „Pilz der Bergmönche“
- Affenkopfpilz (Monkey Head Mushroom) → Aus dem Chinesischen, bezieht sich auf sein zotteliges Aussehen
- Bart des alten Mannes (Old Man’s Beard) → Poetische Bezeichnung in englischer Literatur
- Pom-Pom blanc → Französischer Name, wegen der Ähnlichkeit mit weißen Bommelmützen
📚 Paul Stamets über Lion’s Mane
Der international bekannte Mykologe Paul Stamets hebt Lion’s Mane in seinen Büchern und Vorträgen als einen der faszinierendsten Pilze hervor. In seinen Veröffentlichungen beschreibt er Hericium erinaceus im Zusammenhang mit neurotrophen Prozessen und neurobiologischen Forschungsfeldern. Dabei bezieht er sich stets auf wissenschaftliche Quellen und betont, dass es sich um einen essbaren Pilz mit interessanten Eigenschaften handelt.
Seine Arbeit hat das öffentliche Interesse an Lion’s Mane in der westlichen Welt stark beeinflusst und viele Forschende zu weiteren Untersuchungen angeregt. Siehe dir den neusten CNN Bericht an: https://edition.cnn.com/2025/07/29/health/ornish-early-alzheimers-study-wellness

🧬 Inhaltsstoffe von Lion’s Mane
Mehr als 70 bioaktive Verbindungen wurden in Hericium erinaceus identifiziert. Hier ein Überblick über wichtige Inhaltsstoffe von Lion’s Mane:
Hericenone und Erinacine
Hericenone und Erinacine gehören zu den pilzspezifischen Verbindungen von Lion’s Mane. In der Forschung werden sie mit dem NGF (Nerve Growth Factor) in Verbindung gebracht, einem körpereigenen Wachstumsfaktor für Nervenzellen.
Beta-Glucane und Polysaccharide
Beta Glucane gehören zu den charakteristischen Polysacchariden in Pilzen und werden auch bei Lion’s Mane wissenschaftlich untersucht. Im Fokus stehen dabei unter anderem ihre Rolle in der Ernährung und in der Darm Hirn Kommunikation.
Aminosäuren und Proteine
Hericium enthält alle acht essenziellen Aminosäuren, ein ausgewogenes Spektrum, das ernährungsphysiologisch geschätzt wird.
Antioxidantien (inkl. Ergothionein)
Hericium enthält natürliche Antioxidantien wie Ergothionein, eine Substanz, deren Rolle in zellbiologischen Prozessen derzeit Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen ist.
🧪 Wissenschaftliches Interesse
Weltweit wird Hericium erinaceus zu verschiedenen biologischen und ernährungsbezogenen Zusammenhängen untersucht. Im Fokus stehen unter anderem:
- neuronale Wachstumsprozesse
- altersbezogene Kognition
- Darm-Hirn-Kommunikation
- antioxidative Mechanismen
Veröffentlicht werden diese u. a. auf Plattformen wie PubMed oder in Fachjournalen der Neurowissenschaft. Diese Studien dienen der Grundlagenforschung und lassen keine direkten Rückschlüsse auf mögliche Wirkungen beim Menschen zu. Beispiele solcher Studien: „Nerve growth factor-inducing activity of Hericium erinaceus“ sowie „Influence of Short-Term Consumption of Hericium erinaceus on Serum Biochemical Markers and Gut Microbiota“.
🤠 Lion’s Mane kann unterschiedlich aussehen
Wie unschwer zu erkennen ist, sieht man im Bild nebenan deutlich den Unterschied, worauf sich die Namen jeweils beziehen. Der Zottlige (links im Bild) sieht eher aus wie eine Löwenmähne (=Lion's Mane) und der rechts im Bild, sieht eher aus wie ein Pom Pom (=französischer Name). Die unterschiedlichen Erscheinungsformen gehören beide zu Hericium erinaceus und unterscheiden sich in ihren charakteristischen Inhaltsstoffen kaum. Auch kulinarisch wird Lion’s Mane wegen seiner besonderen Struktur und seines Aromas geschätzt.
❓ Häufige Fragen zu Lion's Mane
Was ist ein Lion's Mane Extrakt und wie unterscheidet er sich vom rohen Pilz?
Ein Extrakt konzentriert die im Pilz enthaltenen Verbindungen wie Beta-Glucane, Hericenone und Erinacine in einer haltbaren, dosierbaren Form. Während der frische oder getrocknete Pilz vor allem kulinarisch verwendet wird, eignet sich der Extrakt für die tägliche Einnahme, etwa als Kapsel oder einfach einzunehmende Flüssig-Tinktur. Die Lion's Mane Extrakte von Naurua findest du in unserer Kollektion.
Wie wird die Qualität eines Lion's Mane Extrakts erkennbar?
Wichtige Qualitätsmerkmale sind das Extraktionsverfahren, zum Beispiel die NordRelease® Extraktion oder die Ultraschall-Extraktion (UAE), unabhängige Laborprüfungen sowie die Angabe des Fruchtkörperanteils. Naurua setzt auf 100 % Fruchtkörper und unabhängig geprüfte Extrakte. Wie sich hochwertige Vitalpilz Extrakte vergleichen lassen, zeigt unser Vitalpilz Qualitätscheck.
Und wer mehr darüber erfahren möchte, warum die Verarbeitung bei Vitalpilzen eine Rolle spielt, findet weitere Informationen in unserem Beitrag zur Bioverfügbarkeit.
Warum sieht Lion’s Mane unterschiedlich aus?
Lion’s Mane kann je nach Wachstum unterschiedlich aussehen. Manche Fruchtkörper entwickeln lange, herabhängende Stacheln, andere wachsen kompakter und eher pomponartig. Beide Erscheinungsformen gehören zu Hericium erinaceus und werden kulinarisch ähnlich geschätzt.
Wie schmeckt Lion's Mane?
Roh hat der Pilz ein mildes, leicht erdig-meeriges Aroma. Beim Anbraten entwickelt die faserige Struktur eine Konsistenz, die stark an Hummer, Jakobsmuscheln oder Kalbfleisch erinnert: aussen kross, innen saftig-zart. Genau diese fleisch- bzw. fischähnliche Textur macht ihn zu einer der gefragtesten pflanzlichen Zutaten in der veganen Gourmetküche.
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☕ Zubereitung und moderne Verwendung
In Ostasien wird Hericium traditionell in der Küche verwendet, zum Beispiel in Suppen oder als Tee. Heute findet man Lion’s Mane auch als Pulver oder geprüften Extrakt, zum Beispiel mit NordRelease® Extraktion oder Ultraschall Extraktion (UAE). Beide Verfahren zielen darauf ab, ein breites Spektrum der natürlich vorkommenden Inhaltsstoffe zu erfassen.